Eugène Fromentin

   
*24.10.1820 in La Rochelle, +27.8.1876 in St-Maurice; französischer Schriftsteller und Kunstkritiker, erst später auch Maler. Sein Interesse galt vor allem den holländischen Landschaftsmalern und der zeitgenössischen französischen Malerei, hier besonders Eugene Delacroix. Nach Beendigung seines Jura-Studiums widmete sich Fromentin ganz der Malerei, verschiedene Algerienreisen (ab 1846) wurden für den Themenbereich seiner Werke bestimmend, z. B. Falkenjagd (1863, Paris, Musée National du Louvre). Er suchte im Orient vor allem die Stimmung des romantischen Beduinenlebens und die Wüstenmelancholie. In den meist kleinformatigen Bildern bestechen in erster Linie die reizvollen Töne, die rhythmisch-festlichen Bewegungsabläufe und die Farbreflexe auf dem sonnendurchglühten Wüstenboden.
Literatur
  • J. Bialostocki, E. F., critique de Part d'autrefois, in: Études d'art français offertes à Charles Sterling, Paris 1975.
  • Colloque E. F., Travaux et mémoires de la Maison Descartes, Bd. 1, Amsterdam 1979.
  • A.-M. Christin, F., conteur d'espace, essai sur l'eouvre algèrienne, Paris 1982.
 

Quelle: Lexikon der Kunst in zwöf Bänden, Karl Müller Verlag, 1994

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