Biographisches

  Otto Franz Scholderer wurde am 25. Januar 1834 in Frankfurt a. M. als ältester Sohn des Rektors der dortigen "Musterschule" Johann Christoph Scholderer[5] und seiner Frau Emilie geborenen Kiefhaber, geboren. Sein Vater war ein bekannter Pädagoge und stammte aus Degerloch bei Stuttgart, seine Mutter aus Nürnberg. Wichtig ist noch, daß für seine Großmutter mütterlicherseits mit Namen Bisdom Utrecht als Geburts- und Heimatort festzustellen war; Sie war also holländischer Abstammung,
Es mischte sich in Otto Scholderer fränkisches und niederdeutsches Blut. Letzteres scheint stärker gewesen zu sein denn die natürliche innere Beziehung zu Holland zeigte sich später in einer ausgesprochenen Empfänglichkeit für das Charakteristische der holländischen Malerei. Woher der Trieb zur bildnerischen Darstellung, der für die Richtung und den Verlauf seines Lebens entscheidend war, herkommt, ließ sich nicht feststellen.
Über die Kinderzeit Otto Scholderers ist verhältnismäßig wenig bekannt geworden; sicher ist nur, daß er bis zu seinem 15. Lebensjahr die "Musterschule", ein Realgymnasium, wo das Zeichnerische gepflegt wurde, besuchte Schon hier soll er ein besonderes Talent im Zeichnen entwickelt haben. Weiterhin soll er schon frühzeitig eine besondere Liebe zur Natur gezeigt haben. Stundenlang konnte er durch den Stadtwald streifen und sich für die Schönheit und die Harmonie der Natur begeistern.
Bezeichnend für ihn und seine ganze Auffassung ist folgende kleine Geschichte: Als achtjähriger Junge machte er mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester einen Frühlingsspaziergang im Frankfurter Wald. Otto ging mit seiner Schwester in lebhaftem Gespräch voraus. Nach einiger Zeit rannte die Schwester zu den Eltern zurück mit der erregten Frage, ob man wirklich im Paradies sei; der Bruder Otto habe es eben gesagt Diesen Kinderglauben behielt er trotz aller Leiden und Wandlungen des Lebens bei, dieser hielt ihn immer in inniger, liebender Verbindung mit der Natur. In seinen Stilleben hat er diese Liebe zur Natur während seines ganzen Lebens bekannt.
Der fünfzehnjährige Junge wollte Maler werden. Da die Eltern, die in anständig guten Verhältnissen lebten, Verständnis für die Pläne ihres Sohnes hatten und bei dem Jüngling ein Zeichentalent vorhanden war, wurde ihm der Wunsch gewährt. Er kam daher 1849 in das Städelsche Institut und besuchte es ungefähr drei Jahre lang; er arbeitete dort bis 1851 unter den Lehrern Johann David Passavant[6] und Jakob Becker[7]. Bei Eduard von Steinle, der seit 1850 als Professor der Historienmalerei am Institut lehrte, scheint Scholderer keinen Unterricht gehabt zu haben. Er hat sich auch Später in diesem Fach nie versucht Schulderer konnte bald die Aufmerksamkeit und Zuneigung Beckers gewinnen, dessen Lehrtüchtigkeit und freundliches Verhältnis zu seinen Schülern er später immer wieder betont hat.
Passavant war ein Schüler von David und Gros und hatte in den Jahren 1814 bis 1817 in Paris unter den beiden gearbeitet. Später war er in Rom gewesen und hatte durch den Bund der Lucasbrüder in engster Beziehung zu Cornelius, Overbeck und Schnorr gestanden. Seit 1840 war er Inspektor des Städelschen Institutes und ist eigentlich nur schriftstellerisch[8] hervorgetreten; als Maler war er unbedeutend.
Jakob Becker, der schon von 1827 bis 1833 in Frankfurt gelebt hatte, war 1842 aus Düsseldorf als Professor der Genre- und Landschaftsmalerei nach Frankfurt berufen worden. Er malte anfangs im Geschmack der damals herrschenden Romantik mittelalterliche Stoffe; in Düsseldorf schloß er sich der realistischen Schule an und bevorzugte nun Genrestücke.
1852 verließ Scholderer als achtzehnjähriger junger Mann das Städelsche Institut und lebte fortan als freier Maler. In den Jahren 1852 bis 1855, bei einem vorübergehenden Aufenthalt, dessen genaues Datum sich nicht feststellen läßt, machte er eine Bekanntschaft, die von außerordentlicher Bedeutung für sein ganzes zukünftiges Leben sein sollte. Er fand Anschluß an den genial veranlagten Viktor Müller[9].
Müller, der fünf Jahre älter als Scholderer war, lebte von 1849 bis 1858 mit kurzen Unterbrechungen in Paris. Erst 1858 kehrte er endgültig nach Frankfurt zurück. Er hatte sich in Deutschland beherzt für Courbet und seine Kunst eingesetzt, nachdem er von dem dekorativen Couture den Weg zu diesem Realisten gefunden hatte. Bei ihm lernte er die drückende Schwere eines Gesteins oder die Wucht heranstürmender Meereswellen zu sehen. Müller wußte die grandiose und plastisch harte Ausdrucksweise Courbets in eine ihm eigene tonige zu übertragen. Er hatte einen Sinn für die besondere Romantik des großen Franzosen und eine farbige Sinnlichkeit, die man in Deutschland um diese Zeit kaum findet. Müller blieb von allen Frankfurter Freunden Scholderers, wie Anton Burger[10], Jakob Fürchtegott Dielmann[11] und Adolf Schreyer[12] der intimste. Sein weiter Gesichtskreis, seine starke Persönlichkeit mußten ihn anziehen, sein Einfluß führte Scholderer später nach Paris.
Müller war ein weich gestimmtes Gemüt; dem Ausstellungsgeschmack der damaligen Zeit folgend, bevorzugte er ein großes Format der Bilder. Es gelang ihm nicht, mit seinen literarischen Motiven den Rahmen ganz zu füllen, und in späteren Jahren entgeht er nicht den Gefahren einer sentimentalen Illustration, über der seine malerische Qualität ermattet. Am glücklichsten wirken anspruchslose studienartige Schöpfungen der jüngeren Jahre wie die frohe, farbenbewegte Skizze zu Schneewittchen und die weibliche Halbfigur der Salome[13], die eine starke Verwandtschaft mit Courbet zeigt.
In Frankfurt fand 1855 eine Bilderausstellung statt, auf der Courbet mit einigen Arbeiten[14] vertreten war. Durch Viktor Müller, der später Scholderers Schwester Ida heiratete, wurde der junge Künstler auf Courbets Werke aufmerksam gemacht. Möglicherweise aber hat Scholderer schon früher Bilder dieses Malers in Frankfurt gesehen, da Courbet bereits 1852 eine Ausstellung in der Frankfurter Lederhalle beschickte. Unter den 1852 ausgestellten Werken befand sich das Begräbnis zu Ornans. Müller wußte den Frankfurter Malern in beredten Worten Courbets Werke vorzuführen und wurde ein Vorkämpfer für dessen Ideen in Deutschland. Sein Eintreten für die neuen Gedanken der malerischen Auffassung wirkte sich später vor allem in München aus, wo Müller seit seiner Übersiedlung 1865 Mittelpunkt eines Künstlerkreises wurde.
Die Schilderungen Müllers über seinen Pariser Aufenthalt und die auf der Ausstellung von 1855 gezeigten Werke veranlaßten Scholderer im Jahre 1857, nach Paris zu gehen. Hier wurde ihm neue Erkenntnis und neue Förderung zuteil. Über seine Arbeit in Paris ließ sich wenig in Erfahrung bringen. Feststeht, daß er fleißig im Louvre kopierte. Dagegen finden sich keine Anhaltspunkte, welche alten Meister er studierte. Eine kleine Landschaft aus der Gegend von Fontainebleau[15] zeigt, daß er seinen dortigen Aufenthalt auch zu selbständigen Arbeiten benutzt hat. Seine hauptsächliche Weiterbildung verdankt er dem Verkehr mit dem Freundeskreise von Fantin-Latour[16] und Courbet. Mit Courbet und seinen Anhängern saß Scholderer nächtelang in den kleinen Kneipen des Montmartre oder in den Hinterstuben der Kaffeehäuser zusammen. Courbets malerische Kraft, seine Ehrlichkeit und Wahrheitsliebe, seine Abneigung gegen alles Schönfärben, besonders aber sein starkes Gegenwartsbewußtsein zogen ihn an. Er nahm auch, wenn auch nicht aktiv eingreifend, teil an den politischen Zusammenkünften, die Courbet besuchte. Man darf jedoch nicht annehmen, daß Scholderer und die übrigen deutschen Künstler wie Louis Eysen[17] und Peter Burnitz[18] ganz im Banne Courbets standen und in eine völlige Abhängigkeit geraten seien. Zunächst wirkten ganz allgemein die Pariser Luft, das Pariser Leben, das Künstlertum und die Kunst in ihren verschiedensten Ausstrahlungen fördernd und anregend.
Freundschaftlich verband sich Scholderer am engsten mit Fantin-Latour. Dieser stammte aus der Dauphiné und besaß die Zähigkeit und Verschlossenheit der dortigen Bergbewohner. Die Verehrung für Stendhal, Berlioz, Wagner und Manet sind die Veranlassung zu einem Großteil seiner Werke. Er schreibt 1865 an Edwards: "Ich hasse die Bewegungen, die bewegten Szenen, ich möchte immer Porträts schaffen, eine Figur neben der anderen, und so gut wie möglich die Kopf-, Hand- und Gewandstudien ausführen"[19]. Dieser Einstellung entspringen die Huldigungen[20] für Manet und Delacroix. Mit Fantin und seinen Freunden wie Manet, Whistler und Zola saß Scholderer oft in den Kaffees der Rue de l'Odéon, die damals von den Künstlern stark bevorzugt wurde, und besprach mit ihnen eifrig neue Kunsttheorien oder besuchte die Freunde in ihren Ateliers, um Neues zu lernen und dann selbst anzuwenden. Fantin, mit dem Scholderer bis zu seinem Lebensende eng verbunden blieb, war ebenso bescheiden wie sein junger Freund, der auch nicht leicht den Weg zur Öffentlichkeit und zum Markte fand. Er berichtet in seinen Erinnerungen[21], daß er viel Talent bei Scholderer gefunden habe und daß er ihn überall als scharmanten Freund empfehlen könne, der geistreich und sanftmütig sei und wie ein Künstler Violine zu spielen verstehe. Bei seinem Freunde mag Scholderer auch zum ersten Male eine Sammlung von japanischen Farbholzschnitten gesehen haben, die Fantin sich in diesen Jahren angelegt hatte[22].
Fantin erkannte wohl als erster die besonderen Fähigkeiten des jungen Deutschen; seine Schätzung der Kunst Scholderers spricht sich am deutlichsten in der Tatsache aus, daß er das früher von Scholderer erworbene Bild "Bauernhof in Kronberg"[23] mit dem Bemerken zurückschickte, ein solches Kunstwerk sei zu gut, um in Privatbesitz zu verschwinden, nur eine Galerie sei würdig es zu besitzen.
Im Frühsommer 1858 kehrte Scholderer nach Frankfurt zurück, nicht ahnend, daß sein großer Lehrmeister ihm wenige Monate später folgen sollte. Der Erfolg einer neuen Ausstellung von Courbets Werken im Frankfurter Kunstverein, darunter die Kornsieberinnen[24] und La curée du Chevreuil[25], veranlaßte Courbet, einer Einladung seiner Freunde Jules Lunteschütz[26], dem Porträtisten[27] Schopenhauers, und Viktor Müller im September 1858 zu folgen und selbst nach Frankfurt zu kommen. Courbet und sein Werk versetzte die Gemüter der Frankfurter in große Bewegung, man diskutierte über ihn so heftig, daß in Frankfurter Familien die Losung ausgegeben wurde, "hier wird nicht von Courbet gesprochen", und ein ähnlicher Zettel im Kasino angebracht wurde[28]. Der ursprünglich kurz bemessene Aufenthalt wurde bis zum Frühjahr 1859 ausgedehnt; Müller teilte sein Atelier mit Courbet; eine breitgemalte Ansicht von Frankfurt, die einen in heftiges Rot getauchten Blick über die alte Brücke auf den Dom zeigt[29], und eine Taunuslandschaft mit Ziegen[30] erinnern an Courbets Besuch in Frankfurt.
Die Frankfurter Kunst des 19. Jahrhunderts beginnt mit einem Traumgesicht; das Genie des jungen Franz Pforr sah mit weit aufgerissenen Augen noch einmal den Wiederschein des Mittelalters. Von diesem Traum ist immer etwas übriggeblieben. Das, was man Realismus nennt, die kühle, beinahe unbeteiligte Schärfe hat sich nie einstellen wollen, obwohl die Frankfurter Maler in Deutschland beinah die ersten waren, die in die Landschaft hinausgingen. Es blieb das weiche, sanft hingebend zärtliche Gefühl als schönster Wesenszug dieser Kunst.
Es gab eine Menge Beziehungen zwischen Frankfurt und Düsseldorf und der sich dort bildenden Landschaftsschule, aber im Grunde genommen haben die Künstler in Frankfurt sich selber den Weg in die Landschaft gesucht. Sie verließen die Stadt und nahmen die nähere Umgebung der Heimat zum Gegenstand ihrer besinnlichen Malerei. Zu Ende der 50er Jahre - es muß vor 1858 gewesen sein, denn aus diesem Jahre stammen schon eine Ansicht von Aßmannshausen und eine Straßenansicht von Eppstein im Taunus[31], - ließ sich Jakob Dielmann als einer der ersten in Kronberg nieder. Ihm folgte bald das spätere Haupt dieser neuen Malerkolonie, Anton Burger, im Jahre 1857[32], Burnitz, Eysen, Kaufmann[33], Maurer[34] im Jahre 1868[35], dann Rumpf[36], Schreyer und für kürzere Zeit Otto Scholderer. Sie bildeten so etwas wie eine Frankfurt-Kronberger Malerschule, die, reich an selbständigen künstlerischen Individualitäten bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts bestehend, durch Persönlichkeiten wie Scholderer, Eysen und Thoma, der sich ihnen seit seiner Übersiedlung nach Frankfurt anschloß, die Grenzen lokaler Bedeutung überschritt.
Scholderer lebte nun aber nicht dauernd in Kronberg, sondern hielt sich in den Jahren 1860-1866 abwechselnd in Frankfurt, Kronberg und im Schwarzwald auf. Im Schwarzwald verbrachte er meistens die Sommermonate, nahm Quartier bei den gastfreundlichen Pfarrersleuten Kümmel in Kirnbach und malte Landschaften. Im Jahre 1866 wurde Frankfurt preußisch Scholderer glaubte den neuen politischen Verhältnissen aus dem Wege gehen zu müssen und siedelte nach Düsseldorf über.
Hier wurde ihm die größte Überraschung seines Lebens bereitet. Während ihn alle dortigen Maler kalt ließen, begeisterte ihn ein Unbekannter, dem er treu blieb bis an sein Lebensende. Er lernte im März 1867[37] den Schwarzwälder Hans Thoma kennen. Ihn, den Anfänger, nannte Scholderer gleich, als er dessen erste Schöpfungen gesehen hatte, mit feuriger Überzeugung den Meister der Zukunft. In Thoma fand er einen Künstler, der seiner Art zugehörte. Er war entzückt von einigen angefangenen Bildern und hielt zu ihm trotz der Ablehnung der Kunstverständigen. Scholderers Verdienst ist es, Thoma in seinem eigenartigen Schaffen bestärkt und dem beinahe Verzweifelten neuen Mut zu weiteren Arbeiten gemacht zu haben. Scholderers freies Denken und sein sicheres Können waren ein starker Rückhalt für Thoma, der versucht war, an seinen Fähigkeiten zu zweifeln. Scholderer lehrte ihn arbeiten und stärkte langsam Thomas Selbstvertrauen. Wie sehr Scholderer um Thoma besorgt war und sich auch um sein leibliches Wohl kümmerte, zeigt eine kleine Geschichte. Am Weihnachtstag 1867 kam Scholderer zu ihm mit einem großen Teller Zuckersachen und drei Würsten, um ihn teilnehmen zu lassen an dem, was er von zu Hause als Weihnachtsgabe bekommen hatte[38]. Thoma war beglückt von so viel Freundschaft und Anteilnahme
Auf dringendes Anraten Scholderers entschloß sich Thoma zu einer kurzen Reise nach Paris. Nachdem Scholderer für die Reisekosten aufgekommen war, fuhren die beiden am 20. April 1868 über Aachen, Verviers, Namur nach Paris. Sie nahmen Wohnung in der Avenue Montaigne 37 in einem großen Atelier, das die beiden Frankfurter Maler Winter[39] und Steinhardt[40] bewohnten. Es wurden noch zwei Betten aufgeschlagen, und nun wohnten sie zu vieren[41]. Hier in Paris sah Thoma im Louvre zum ersten Male große Kunst. Staunend ging er in die großen Bildersammlungen oder besuchte[42] Courbet in seinem Atelier, um ihm beim Malen zuzusehen Der Umgang mit Courbet und seinem Kreis, bei dem Scholderer Thoma eingeführt hatte, ließen in ihm bald die letzten Reste der Düsseldorfer Malweise verschwinden. Die beiden Freunde trafen außer mit Peter Burnitz und Paulsen[43] mit Anton von Werner zusammen, der Thoma eines Abends nach Hause begleitete[44]. Geldmangel nötigte Thoma schon am 6. Mai 1868[45] Paris wieder zu verlassen und nach Deutschland zurückzukehren. Später ist er nie wieder in Paris gewesen. Über seinen Aufenthalt schreibt er: "Die Erinnerung ist mir eine gar schöne geblieben - eine Stadt voll Lebensfreude, voll Kunst, voll Licht mit einem so schönen, silberlichthellen Wolkenhimmel darüber .... die Eindrücke, die ich dort hatte, haben mich mächtig erregt, es war für mich eine Erweiterung des Lebenselementes. Ich ging von dort den Sommer über nach Bernau und ich fühlte den Gewinn von Paris schon daraus, daß mir das früher einmal für unmalerisch geltende Bernau nun großartig schön erschien, so daß ich mich an ihm freuen konnte wie an einer wiedergefundenen Geliebten"[46].
Scholderer blieb bis auf kurze Unterbrechungen, die ihn nach Frankfurt und in den Schwarzwald führten, bis zum Ausbruch des deutsch-französischen Krieges in Paris. Bei diesem zweiten Aufenthalt in Paris verkehrte er meistens mit Manet und seinem Kreis. Er fühlte sich mehr zu ihm hingezogen, da er eleganter als der breite Courbet zu malen wußte. Scholderer hat sich in den Jahren 1868-1870 in dem Manetkreis so eingebürgert, daß Fantin-Latour ihm auf dem Bild der Huldigung für Manet, dem Atelier aux BatignoIles, einen ehrenvollen Platz unter den französischen Malern eingeräumt hat und ihn zusammen mit Renoir, Bazille[47], Zola und Astruc[48] auf dem Bilde erscheinen läßt. Beziehungsreich steht Scholderer hinter Manet und blickt auf das Bildnis, das dieser gerade malt.
Leibl kam am 14. November 1869[49] ebenfalls nach Paris und wohnte auch in dem großen Atelier von Winter und Steinhardt bis zum Ausbruch des Krieges. Durch ihre gemeinsamen Freunde Viktor Müller und Louis Eysen kam Scholderer öfters im Café Guerbois[50], dem Treffpunkt der Künstler um Manet, mit Leibl zusammen und konnte ihm mit Hilfe seiner vielen Verbindungen in Paris manchen guten Dienst leisten. Künstlerisch aber standen Scholderer und seine Freunde Leibl nicht nahe; Sie hatten seine Bedeutung nicht erkannt. Leider sind die Briefe, die Leibl an seinen Freund Sperl[51] aus Paris geschrieben hat und die sicherlich wertvolle Aufschlüsse über Paris und seine Künstler während des Winters 1869 auf 1870 geben könnten, von diesem bei einer bedenklichen Krankheit vernichtet worden[52].
Den Herbst 1868 über hielten sich Thoma und Scholderer in Kirnbach im Schwarzwald auf. Wann Scholderer in den Schwarzwald gefahren ist, ließ sich nicht feststellen, wohl aber, daß er am 13. Oktober beim Eintreffen Thomas in Kirnbach schon dort war[53]. Die beiden blieben dort bis zum 6. Dezember[54] und malten einige Mühlen im Gutachtal. Anfang Dezember war Scholderer zwei Tage in Karlsruhe, dann fuhr er über Frankfurt, wo es ihm gelang, Thomas Bild seiner Schwester Agathe am Nähtisch für 100 Gulden zu verkaufen[55], nach Paris. Dies war der erste größere Verkauf, den Thoma machen konnte. Es steht also fest, daß Scholderer beim Eintreffen Leibls in Paris noch nicht dort war, sondern diesen erst einige Wochen später traf und kennenlernte.
Bei Kriegsausbruch befand sich Scholderer in Gais in der Schweiz, wo er einem lungenkranken holländischen Geiger Gesellschaft leistete. Diesem Zufall ist es zu verdanken, daß er in Paris persönlichen Unannehmlichkeiten entging.
Nach einigen Wochen Aufenthalt im Schwarzwald begab er sich im Herbst 1870 nach München. Ein genaues Datum für die Ankunft ließ sich nicht feststellen. Er muß aber schon vor dem 21. November 1870 dort gewesen sein, denn Thoma traf bei seiner Ankunft in München an diesem Tag mit Scholderer zusammen[56]. Scholderer kann sich in München nur kurze Zeit aufgehalten haben; es war ihm wohl hauptsächlich um einen Besuch seines Schwagers Viktor Müller zu tun. Um Müller hatte sich dort ein Kreis von künstlerischen Freunden versammelt Dazu gehörten Haider[57], Eysen, Thoma, der Kunsthistoriker[58] Bayersdorfer[59] und Leibl. Wie Bayersdorfer sagt, hatten Sie kein Programm; unverkäufliche Bilder waren ihr Programm. Scholderer wurde sehr gefeiert und mußte an den Abenden im Lettenbauer oder im Kaffee Probst, den beiden Plätzen, wo Müller und seine Freunde verkehrten, über Paris und seine dortigen Erlebnisse berichten.
Hier in München taucht bei Scholderer zum ersten Male der Plan auf, nach London zu gehen. Thoma, mit dem er auch in München eng befreundet blieb und dem Scholderer noch immer ein wertvoller Rückhalt bedeutete, versuchte ihn von diesem Gedanken abzubringen, und doch sollte es sich später herausstellen, daß diese Übersiedlung Scholderers nach England gerade für Thoma bedeutungsvoll wurde. Leibl konnte für Thoma kein Führer und Berater sein, da Leibl Thomas Malweise verurteilte, weil er ihn im Verdacht des Lasierens hatte, und da Thoma von seiner Technik nicht abgehen wollte.
Was aber trieb Scholderer nach London? In Deutschland fand er nicht das richtige Verständnis für seine Kunst. Am liebsten hätte er dauernd in Paris gelebt. Aber der Krieg und seine Nachwirkungen machten ihm dies unmöglich. Scholderer hatte schon öfters den Versuch unternommen, sich durch Beschickung der Glaspalast-Ausstellungen bekannt zu machen. Aber da es meistens CIiquen-Ausstellungen waren, konnte er sich nie zur Geltung bringen. Man versuchte die kleinen Gruppen zu vergewaltigen, indem man ihre Bilder schlecht hängte oder ganz ausschloß. Strebertum und Unzuverlässigkeit herrschte im Ausstellungsbetrieb. Die Düsseldorfer Schule trieb ein höchst unglückliches Wesen in Deutschland.
Scholderer war in den Jahren vor Ausbruch des Krieges zwischen Frankfurt und Paris hin und her gezogen. Durch ihn wurde die Verbindung zwischen den deutschen Malern und Courbet, Manet und Paris aufrechterhalten. Sein kurzer Aufenthalt in München im Winter 1869-1870 war für ihn nur eine Durchgangsstation, die für sein Schaffen ohne Bedeutung ist.
Aber für München und seine Maler war Scholderers Gastspiel bedeutungsvoll und in bedingtem Sinne ein Gegenstück zu Courbets Münchener Besuch, da er sich in der künstlerischen Auffassung von seinem früheren Vorbild ganz losgesagt hatte. Als Theoretiker und Eingeweihter in die Geheimnisse der sich eben bildenden, wenn auch noch nicht so genannten Impressionistengruppe in Paris konnte er seinen Münchener Freunden starke Anregung geben.
Kurz nach Weihnachten 1870 verließ Scholderer München. Er und Thoma nahmen bewegten Abschied und versprachen einander, daß derjenige, dem es zuerst gut gehe, dem anderen helfen werde[60].
Zu Anfang des Jahres 1871 siedelte Scholderer also nach London über, wo er am 16. März 1871 mit Luise Steurwaldt[61] aus Hildesheim getraut wurde. Sein Lebensschicksal wird mit der Übersiedlung nach London einfacher als bisher. Hier lebte er 29 Jahre lang seinem Berufe mit wechselndem Erfolg. In den 70er Jahren hat er gute Ergebnisse erzielen können. Seine Stilleben und Bildnisse fanden Freunde und Käufer. Auch konnte er in den jährlichen Ausstellungen der Royal Academy regelmäßig einige Bilder zeigen. Später wandte sich das Interesse des Publikums von ihm ab. Zu Anfang seines englischen Aufenthaltes besuchte er öfters Nordengland und malte in Manchester und Darlington Bildnisse. Manche seiner damaligen Werke mögen dort noch verborgen sein, da Scholderer seine Bilder um diese Zeit meistens nur mit O S zeichnete.
Zu seinen beharrlichsten Anhängern zählten bekannte Künstler, wie Millais, Leighton, Cazin und Legros. Es war gut befreundet mit dem Kritiker der Yorkshire Post, Francis Mewburn, der seine Arbeiten sehr schätzte, und mit dem Kritiker der Times, Tom Taylor, der sich öfters in anerkennender Weise über die in der Royal Academy ausgestellten Werke ausgesprochen hat.
Scholderer verkehrte in den interessantesten Kreisen Londons und war wegen seines liebenswürdigen Wesens in der Gesellschaft ein gern gesehener Gast. Er behauptete seinen Platz unter den Künstlern ersten Ranges und wurde bekannt mit Alma-Tadema und Burne-Jones, von denen er mannigfache Anregungen empfing.
Sein Ortswechsel in diesen 29 Jahren beschränkte sich in der Hauptsache auf die Sommerfrische, die er meistens an der englischen Küste verbrachte; dazu kamen Reisen nach Frankfurt oder Nordengland, mitunter auch nach Paris. Diese Reisen sind aber mehr oder weniger Geschäftsreisen und lassen sich im einzelnen nicht genau feststellen.
Im April 1872 war Scholderer zum ersten Male seit Kriegsausbruch wieder in Paris, um seine 1870 zurückgelassenen Sachen an sich zu nehmen, die dort während des Krieges beschlagnahmt waren.
In den Jahren 1872-1873 gelang es Scholderer, einen Gönner für seinen Freund Thoma zu finden. Charles Minoprio war begeistert von Thomas Arbeiten und kaufte in der Folgezeit eine ganze Reihe Bilder von ihm. Die ständigen Käufe des Liverpooler Kaufherrn waren für Thoma wirtschaftlich eine große Wohltat. Auch wußte er nun, daß der moralische Erfolg seiner Kunst kommen mußte. So war diese Bekanntschaft für seine weitere Entwicklung von größter Bedeutung. Sie gab ihm neuen Mut und neue Kraft und ließ in der Folgezeit eine ganze Reihe Werke von hohem künstlerischem Wert entstehen. Eine beträchtliche Anzahl Bilder aus dieser Zeit sind noch heute in englischem Privatbesitz, von denen man sagen kann, daß sie in Thomas besten Jahren gemalt und von höchster künstlerischer Qualität sind.
Am 14. November 1873 war Thoma bei Scholderer in Frankfurt eingeladen[62]. Scholderer war für eine Woche nach Frankfurt gekommen und begab sich anschließend nach Düsseldorf, um dort Verwandte seiner Frau zu besuchen. Bei diesem Aufenthalt Scholderers in der Heimat wurde Thoma durch ihn mit der Witwe Müllers und mit dem Arzt Dr. Eiser[63] bekannt, die ihn später veranlaßten, seinen Wohnsitz in Frankfurt zu nehmen.
Nach vielem Drängen konnte sich Thoma endlich zu einer Reise nach England entschließen. Am 19. August 1879 trafen sich die beiden Freunde in London. Thoma blieb dort bis zum 23. August. An diesem Tage fuhr er nach Liverpool, um seine dortigen Gönner zu besuchen. Auf der Rückreise weilte Thoma vom 9.-11. September bei seinem Freund Scholderer in London[64]. An einem dieser Tage besuchten sie zusammen die National Gallery, wo auf Thoma Tintorettos Kampf des heiligen Georg mit dem Drachen großen Eindruck machte; er äußerte darüber zu Scholderer, daß es für ihn eine der schönsten Malereien sei, die es gibt[65].
1884 kam Trübner nach London. Er war von den dortigen Kunstausstellungen und dem Kunstbetrieb sehr enttäuscht und fand, daß, während in Deutschland um diese Zeit die Darstellung des Tiroler Bauernmädchens das höchste Ideal des deutschen Kunstliebhabers ausmachte, der englische Geschmack in dem Abbild des nicht völlig entwickelten Backfisches alle seine ästhetischen Bedürfnisse befriedigt finde[66].
Im Winter 1899 kehrte Scholderer in seine Heimat Frankfurt zurück. Länger hielt es ihn in London nicht fest. Die Sehnsucht des Heimwehs arbeitete in ihm. Aber er kam als schwer kranker Mann zurück, der wußte, daß er nicht mehr lange zu leben hatte. Entzückt besuchte er die Altstadt, die er zärtlich liebte, suchte Kronberg und die Taunusberge noch einmal auf. Nicht viel Zeit blieb ihm mehr, um dies alles zu genießen. Er starb am 22. Januar 1902 an den Folgen einer Operation und wurde auf dem Frankfurter Hauptfriedhof begraben[67]. Ein einfacher Stein, der nur seine Lebensdaten nennt, bezeichnet sein Grab. Eine Straße mit seinem Namen hält im Stadtbild die Erinnerung an Scholderer wach. Die Ausstellung Frankfurter Künstler 1902 hatte er noch trotz seines schweren Leidens als Jury-Mitglied einrichten helfen, weil er diese Veranstaltung für die künstlerische Entwicklung Frankfurts als wichtig betrachtete.
Ein fester Wille und eine unerschrockene Ehrlichkeit sind ebenso wesentliche Bestandteile seines menschlichen Charakters wie seiner Kunst gewesen Dazu kam eine außergewöhnliche Schärfe und Klarheit des Geistes und eine Objektivität, Sicherheit und Reife des Urteils. Jede Unterhaltung mit ihm bedeutete zugleich Genuß und Belehrung[68]. Der Tod dieses klugen und bis ins Alter hinein so begeisterungsfähigen Mannes wurde namentlich von den jüngeren Künstlern schmerzlich empfunden, denen er ein treuer und weiser Berater war. Allerdings kein Berater, der sich aufdrängte, der sich in echt vornehmer Gesinnung nur dann mitteilte, wenn er wußte, daß man seinen Rat wünschte und ihm Wert beilegte.
Scholderers Erfolg war gering. Aber nie hat er ihn durch äußere Mittel zu erlangen gesucht, und nie hat er ihm das Opfer seiner Überzeugung gebracht. Sein Verhältnis zur Kunst war rein und ernst, alle seine Kräfte nahm es in Anspruch.
Ebensowenig ließ sich Scholderer von den politischen Ereignissen künstlerisch beeinflussen. Er ging in Frankfurt 1866 und in München 1870 den harten Tatsachen aus dem Wege und reiste nach Düsseldorf und London. Ihm waren die Beziehungen zur französischen Kunst, verkörpert durch Courbet und Manet, wichtiger als die durch den Krieg entstandene Spannung zwischen den beiden Völkern.
Nur der Kampf um das Dasein, von dem er nur widerwillig seine Ruhe stören ließ, konnte ihn dazu bestimmen, in ein Verhältnis zum Kunstmarkt und zu Ausstellungen zu treten. System und Methode hineinzubringen, gelang ihm nie. Er vergaß ebenso leicht, fortgeschickte Bilder zurückzuverlangen, wie er vergaß, neue rechtzeitig zu den Ausstellungen zu schicken[69].
Wie Otto Scholderer im Leben ausgesehen hat, wissen wir durch Bildnisse befreundeter Künstler, wie das Fantin-Latours auf der Huldigung für Manet und Viktor Müllers[70] und durch eine große Anzahl Selbstbildnisse, die ein Schlüssel zum Verständnis seiner Kunst und seiner persön- lichkeit sind. Diese Augen, die ihr ganzes Leben lang mit überlegener Milde und ruhiger Klarheit die Dinge der Welt betrachtet haben, sagen, daß Scholderer die Erscheinungen nicht an der Oberfläche, sondern in der Tiefe suchte und fand.
Scholderers Briefwechsel mit Fantin[71] und Hans Thoma[72] schlief nie ganz ein. Meistens schrieb er in großer Eile, mitten unter Geschäften und Reisen. Der erste Satz seiner Briefe ist fast immer eine reumütige Selbstanklage über sein langes Stillschweigen. Seine Kunstanschauung oder Entwicklung berührt er höchst selten und dann nur sehr flüchtig.
Scholderer schrieb ein gutes Deutsch. Jahrelang hat er an einem Buche über Malerei gearbeitet. Er hatte schon eine ganze Reihe Material gesammelt Es war für ihn daher ein schwerer Schlag, als er eines Tages in Frankfurt den Schriftsatz in der Straßenbahn liegen ließ und es nie wieder zu Gesicht bekam. Er wird wohl für immer verloren sein.
Es mag eine der größten Genugtuungen im Leben dieses bescheidenen, echten Künstlers gewesen sein, als Hans Thoma in einer prächtigen, ganz von Freundschaft und Verständnis durchdrungenen Abwehr seinen Freund Scholderer gegen einen Kritiker verteidigte, der in argem Unverständnis anläßlich Scholderers Übersiedlung von London nach Frankfurt, sich leichtfertig und oberflächlich über eine Ausstellung aussprach. Thomas Äußerung lautet: "Wenn ich nun hier auch meine Meinung über die künstlerische Tätigkeit Otto Scholderers äußere, so soll dies nur ein Zeichen sein, daß es verschiedene Meinungen über den gleichen Künstler geben kann, nur gründet sich meine Meinung auf genauere Kenntnis, denn im Jahre 1867, als ich Scholderer in Düsseldorf kennen lernte, war seine ruhig sichere Technik von entschiedener Bedeutung für meine damalige Entwicklung; ja er war der einzige in Düsseldorf, dessen Art und Wesen belebend auf mich einwirkte; ich lernte von seinen Erfahrungen, und sein Sinn für einfache Behandlung, für harmonische Ganzheit, wie er sich in seinen Malereien ausspricht, war dem verwandt, was ich selber suchte; denn die Düsseldorfer unmalerisch gedachte Historien-, Genre- und Landschaftsmalerei war mir innerlich gegensätzlich und wenn sie sich auch bis zur 'Seelenmalerei' verstieg"[73].
Noch einmal griff Thoma nach dem Tode Scholderers zur Feder, als er in der breitesten Öffentlichkeit nachdrücklich und herzlich seinem Freunde und Führer seine Hochschätzung aussprach und dieses als seine Dankespflicht bezeichnete. "Scholderers Verhältnis zu mir war das eines reifen, der Kunst im wahren Sinne ergebenden Freundes, der vollständig neidlos das Werdende in mir anerkannte, sich daran freute. Ein Verhältnis, das immer sehr gute Früchte bringt, aber auch recht selten ist. Scholderer war mir in diesen Jahren ein Lehrer und Führer und ich bin ihm immer dankbar ... Daß Paris belebend auf uns Deutsche wirkt, wollen wir alle, die keine Stöcke sind, anerkennen. Der Künstler fühlt sich dort in wohlbekömmlicher Atmosphäre Mancher kehrt freilich gleich einer Putzmacherin mit Modetorheiten beladen zurück, mit denen nach kurzer Zeit der Deutsche doch nichts anzufangen weiß. Der tiefere Sinn der französischen Kunst bleibt solchen an der Oberfläche sich Freuenden verschlossen ... Ein wahrer Deutscher kann sich an der Pariser Kunstwärme freuen, ja er kann an ihr reifen, ohne daß er ein Prinzipchen, nach dem er schafft, von dort sich mitbringt. Scholderer ist einer derjenigen Deutschen, die im Umgang mit den bedeutendsten der französischen Künstler, wie Courbet, Fantin-Latour, Manet und anderen eine über der Nationalität stehende Kunstanschauung sich erworben hat, die damals in den 60er Jahren von viel größerer Bedeutung war, als man jetzt wohl annehmen kann, In seiner Wärme für echte Kunst und in seiner ruhig deutschen Sachlichkeit wäre er auch ein trefflicher Lehrer gewesen, wenn man Lehrer statt Abrichter jemals brauchen könnte"[74].

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