Anton Burger

  (geboren 1823 in Frankfurt a.M.).
 
machte anfänglich seine Studien an hiesigem Platze, ging später nach München und zulegt nach Düsseldorf, von wo er wieder hieher zurückkehrte. Seine Compositionen kennzeichnen mehr das Leben außer dem Hause. Er malt meist humoristische Genrebilder, in denen das Treiben und Schaffen des sogenannten kleinen Mannes, des Landmanns oder des Spießbürgers charakterisirt ist. In seinen Bildern macht sich neben den Figuren auch die Landschaft geltend. Hofräume, welche in häuslicher Arbeit wirkende Männer zeigen, Waldwege durch welche die Arbeiter des Forstes ziehen, Hauseingänge unter welchen Mädchen in müßigem Geplauder stehen, Scheunen, worin die müden Drescher sich eben von ihrer Arbeit erholen, oder Wirthsgärten, wohin sich der Stadtbewohner vor der Gluth der Sonne, und um in fröhlicher Gesellschaft seine Stunden zu verleben, zurückgezogen, bilden seine Motive. Solcherlei Scenen weiß er meisterhaft wiederzugeben, und wir gestehen ihm gerne zu, daß er in seiner frischen, heiteren Weise das Leben, wie wir es eben geschildert, zu zeichnen versteht und uns stets mit Compositionen voll Gemüthlichlichkeit und reicher Stimmung zu fesseln weiß.


Franz Rittweger: Wanderung durch die Werkstätten in Frankfurt wirkender Künstler. Frankfurter Museum, 4. Jg. 1858, S. 933f

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